Immobilien oder Aktien-Sparplan für den Vermögensaufbau?

Wertpapiere oder Immobilien zum Vermögensaufbau werden immer wichtiger. Die Themen Altersvorsorge und Vermögensaufbau sind für einen immer größeren Teil der Bevölkerung bedeutend, denn schon heute weisen Experten immer wieder darauf hin, dass die staatliche Rente allein nicht mehr ausreichend ist, um für die Zeit nach dem aktiven Berufsleben versorgt zu sein als ehemaliger Berufstätiger. Skeptische Statements äußern Vorsorgeprofis auch hinsichtlich der Zusatz-Renten wie der Riester-Rente und der Rürup-Rente, dass diese ihren Zweck nur bedingt erfüllen.

Das so genannte “Fondssparen” ist inzwischen für zahlreiche Privatanleger ein guter Ansatz, um sowohl langfristig Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen oder alternativ auf einen überschaubaren Zeitraum von einigen Jahren Geld anzusparen, ohne dabei zwangsläufig direkt pro Monat dreistellige Summen investieren zu müssen. Der Begriff “Fondssparen” ist jedoch auf Grund der vielfältigen Möglichkeit zur Nutzung von ETF- und Aktien-Sparplänen etwas in den Hintergrund gerückt. Für Privatanleger ist ein Wertpapiersparplan eine sehr gute Möglichkeit, für das Alter vorzusorgen.

Die große Alternative dazu kennt vermutlich jeder: Die eigene Immobilie. Egal ob man die Immobilie im Alter selbst nutzen möchte oder ob sie vermietet werden soll – Betongold gilt in Deutschland immer noch als beliebter Weg zum nachhaltigen Vermögensaufbau. Die Preise haben zuletzt in vielen Regionen Federn lassen müssen, im Großen und Ganzen sind die erzielbaren Renditen mit Immobilien aber immer noch sehr gut. Wir zeigen, ob Wertpapiere oder Immobilien für die eigene Situation besser geeignet sind.

Immobilien sind teuer – aber rentabel!

Die erste eigene Immobilie ist für einen Privatinvestor immer etwas besonderes. Die letzten Jahre war der Immobilienkauf – egal ob Wohnung oder Haus – vergleichsweise günstig: Historisch niedrige Zinsen haben die Finanzierungskosten extrem niedrig gehalten. Diese Zeiten dürften zumindest kurzfristig vorbei sein! Zinsen in Höhe von 3 % oder sogar noch mehr werden heute als Standard angesehen. Vor etwa einem Jahr lag das Zinsniveau noch bei etwa einem Drittel, die passende Bonität vorausgesetzt.

Ein großes Problem für Privatanleger ist das zwangsläufig einsetzende Ballungsrisiko bei einer Immobilie. Selbst kleinere Wohnungen kosten im begehrten Süden Deutschlands gut und gerne eine viertel Million Euro oder mehr. Die eigene Immobilie wird daher für viele Privatanleger schlagartig zum mit Abstand wertvollsten Asset. Umso wichtiger ist es, sich bereits im Voraus Gedanken zu machen und sich Tipps für die passende Baufinanzierung einzuholen, bevor man über die Anschaffung eines Hauses oder einer Wohnung nachdenkt.

Dem gegenüber kann man mit einem Wertpapiersparplan kontinuierlich kleinere Summen investieren. Sollte bei der Vermietung einer Immobilie Geld übrig bleiben (nach Kreditdienst), so kann dieses Geld natürlich auch am Kapitalmarkt investiert werden. Wer zu günstige Konditionen finanziert, der hat am Ende oft eine bessere Gesamtrendite, wenn die Erträge aus der Vermietung in Wertpapiere investiert werden, statt diese über Sondertilgungen wieder der Immobilie zuzuführen.

Flexibles und langfristiges Sparen möglich

Der Wertpapier-Sparplan: Mit diesem Terminus werden bei Banken und anderen Investmentanbietern Fonds-Modelle angepriesen, bei denen die Kunden in vor dem Beginn des eigentlichen Sparvorhabens festgelegten Intervallen feste Beträge in eben jenen Aktiensparplan eingezahlt werden. Mit diesen Beiträgen, die in der Regel jeden Monat, mitunter aber auch quartalsweise oder halbjährlich geleistet werden, werden stetig Anteile an Investmentfonds erworben. Positiv fällt bei diesem Investitionsmodell ins Gewicht, dass Investoren nicht mit hohen Einmalleistungen vorgehen müssen, um langfristig durchaus erkleckliche Sparsummen beim Fondssparen zu erzielen.

Vielmehr geht es hier darum, mit langem Atem die angestrebten Volumina zu erreichen, die der Sparer oder die Sparerin zuvor als eigenes Maximum festgelegt hat. Während bei Festgeldkonten oder anderen langfristig ausgerichteten Produkten auf einen Schlag größere Summen investiert werden müssen, bietet der ETF Sparplan auch solchen Kunden die Möglichkeit des Vermögensaufbaus, denen es jeden Monat schlicht nicht möglich wäre, mehr als kleine Beträge vom Einkommen zu sparen.

Fondssparen: Einlagen bleiben grundsätzlich verfügbar

Der interessante Aspekt am Format ETF Sparplan ist zudem darin zu finden, dass die meisten Aktiendepot-Anbieter nicht nur hinsichtlich der individuellen Sparmöglichkeiten Fondssparen offerieren. Ebenso können haben die Privatanleger die Wahl, sich für unterschiedliche Anlagerisiken zu entscheiden. Die in Frage kommenden Investmentfonds bieten entsprechend verschiedene Renditechancen samt höherer oder niedriger Risiken. Zudem können die Investoren bequem und ohne großen Aufwand zusätzliche Extrabeiträge in ihren Aktiensparplan einzahlen, wenn überraschend größere Summen verfügbar werden.

Und auch die Raten können flexibel angepasst werden. Verglichen mit Produkten aus dem Festgeldsektor bietet Fondssparen auch insofern einen wesentlichen Pluspunkt, dass die über die Jahre eingezahlten nicht fix investiert, sondern jederzeit – genauer gesagt „börsentäglich“, wie es fachlich korrekt heißt – nutzbar sind. Entsteht also plötzlich Kapitalbedarf, können die Einlagen aus dem Fondssparen durch die Privatanleger jederzeit anderweitig verwendet werden.

Professionelles Management bringt Sparsicherheit

Egal ob Immobilien oder Sparpläne: Nur wer sich vorher informiert und gegebenenfalls professionellen Rat einholt, wird langfristig erfolgreich sein. Gerade in großen Ballungsgebieten sind Immobilien nach wie vor eine gute Geldanlage, aber auch der Wertpapier-Sparplan ist nicht zu unterschätzen. Eine Option stellt ein Sparplan auch für Laien dar, die sich in diesem Fall auf die sorgfältige Managementarbeit erfahrener Investmentprofis bei den Anbietern verlassen können.

Grundsätzlich kann gesagt werden, dass aufgrund der gebotenen Risikostreuung beim Fondssparen eher geringe Wertschwankungen zu erwarten sind. Das Aktiendepot für den ETF Sparplan können Privatanleger vielfach bei den so genannten Direktbanken und Online Brokern anlegen. Die Gebühren für die Depotführung und die Verwaltung der des Depotvolumens sind häufig niedriger als bei herkömmlichen Banken. Etwaige Gebühren für die Verwaltung werden bei einem Großteil der Aktiendepot-Anbieter über die Ordergebühren oder die Ausgabeaufschläge abgedeckt.

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