Social Trading

Social Trading ist das große Thema in Sachen Geldanlage geworden. Die Anlageerfolge anderer für sich zu nutzen, und ihren Handel zu kopieren, ist der Weg, der das Anlegen in Aktien, den Handel mit Währungen und Rohstoffen und auch Indizes verändern könnte.

Was ist Social Trading?

Das Social Trading ist abgeleitet von den sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter, auf denen Menschen ihre Meinungen teilen. Der Handel, der in der „Gemeinschaft“ abläuft, ist eine Art Abbild davon. Auf Social Trading Plattformen werden die Meinungen von Tradern veröffentlicht, sie können ihr ganzes Anlageportfolio hochladen, oder andere Kommentare abgeben.

Die Anleger, die diese Meinungen und Anlagearten und Handelsmöglichkeiten gut finden, können sich dann via Social Trading ein Abbild von dem „Vorbild“ verschaffen, und entsprechend handeln. Die führenden Anbieter für Social Trading auf dem deutschen Markt sind Wikifolio, ayondo, eToro und ZuluTrade.

Wie funktioniert Social Trading?

Beim Social Trading wird das Portfolio des Traders, dem man folgt, im eigenen Depot abgebildet. Das heißt: der prozentuale Anteil Summe, die der jeweilige Anleger für einen bestimmten Handel nutzt, wird von dem, der ihm folgt, angelegt. Dabei ist auch das Mirror Trading möglich, bei dem die Anlagestrategie eines bestimmten Traders direkt gespiegelt, und so von dem das Social Trading nutzenden Anleger übernommen wird.

Das Social Trading kann sowohl in Teilen der Anlagestrategie, oder einer Komplettübernahme der Strategie des Traders erfolgen. Um nach dem Vorbild des jeweiligen Traders handeln zu können, müssen mindestens 100 Euro an Kapital eingesetzt werden. Mehr als 20 Prozent des Geldes, welches der Anleger in seinem Depot hat, kann jedoch aus Sicherheitsgründen nicht eingesetzt werden.

Für das Social Trading gibt es entsprechende Social Trading Plattformen, auf denen Anleger sich die jeweils passenden Trader suchen können, denen sie folgen wollen. Je nach Plattform und Angebot, gibt es die Möglichkeit, zwischen manuellem Handeln, halbmanuellem Handeln und vollautomatischem Handeln zu wählen.

Für wen ist Social Trading geeignet?

Social Trading eignet sich für verschiedene Anlegertypen. Einsteiger, die bisher kaum oder keine Erfahrungen mit dem Handel von Währungen, Rohstoffen, Aktien und Indizes gemacht haben, sollten sich diese Art der Kapitalanlage erst in Ruhe anschauen, um sie zu verstehen. Gleich Geld zu investieren, ohne Ahnung von Social Trading und den verschiedenen Handelsformen auf den Social Trading Plattformen zu haben, ist sonst eher ein Glücksspiel, denn wirkliches Trading. Einsteiger sollten sich deshalb nur bei solchen Anbietern für Social Trading anmelden, die auch ein entsprechendes Demokonto anbieten.

Anleger, die bereits Erfahrungen mit Forex und Co. haben, finden mit dem Social Trading neue spannende Möglichkeiten, ihr Kapital anzulegen und zu erweitern.

Das sind die wichtigsten Anbieter

Der Marktführer im Bereich des Social Trading ist das österreichische Unternehmen WikiFolio. Auf der Social Trading Plattform kann sowohl mit Aktien und Fonds, sowie mit ETFs und Hebelprodukten gehandelt werden. WikiFolio hat das breiteste Spektrum im Bereich des Social Trading, und steht unter der Aufsicht der österreichischen FMA, der Finanzmarktaufsicht des Landes.

WikiFolio hat deutliche Zugkraft, und zieht sowohl immer mehr Nutzer wie auch immer mehr zu investierendes Kapital an. WikiFolio überzeugt sowohl Anleger wie Trader mit Transparenz und einer Gebührenstruktur, die klar ist. Versteckte Kosten sind hier Fehlanzeige. Bereits enthalten im angegebenen Kurs sind die Gebühren für Zertifikate und Performance. Dazu gibt es für Trader, die mit ihren Handelsideen eine Rendite erwirtschaften, Erfolgsprämien.

Die Social Trading Plattform Ayondo unterscheidet sich von WikiFolio vor allem durch eines: durch das Ayondo Demokonto für Social Trading, mit dem Anleger den gemeinschaftlichen Handel testen können. Dadurch eignet sich diese Plattformen für Einsteiger besser als der Marktführer, während bereits erfahrene Trader eher bei WikiFolio ihre Heimat finden dürften.

Ayondo und WikiFolio bieten bei von der Machart die besseren Webseiten, als dies bei ZuluTrade der Fall ist, die unserer Ansicht leider eine weniger übersichtliche Seite haben. Hier müssen sich Anleger und Trader erst ein wenig durchfuchsen, um das zu finden, was sie suchen. Einsteiger, sowie im Bereich des Social Trading noch unerfahrene Anleger, dürften hier anfangs möglicherweise überfordert sein.

eToro wurde von einer reinen Handelsplattform zu einer Social Trading Plattform ausgebaut. Der Bekanntheitsgrad dieser Plattform ist sehr groß, und neben WikiFolio ist eToro einer der beiden wichtigsten Anbieter für Social Trading. Anders als WikiFolio bietet eToro jedoch ein Demokonto an, was natürlich für Einsteiger die bessere Option sein dürfte. Besonders hervorzuheben ist bei eToro auch die Trading Software, die für diese Social Trading Plattform spricht.

Welche Anlageformen werden gehandelt?

Je nach Social Trading Plattform gibt es unterschiedliche Möglichkeiten des Handels mit Finanzprodukten. So ist je nach Social Trading Anbieter der Handel mit Indizes und Fonds, zum Teil einzelnen Aktien, Währungen, Rohstoffen, ETFs und CFDs möglich.

Vor- und Nachteile des Social Tradings

Das Mirror Trading oder Copy Trading, wie das Social Trading auch bezeichnet wird, bietet für Anleger sowohl Vorteile wie auch Nachteile.

Die Vorteile des Social Trading

Ein klarer Vorteil für Anleger, die Social Trading nutzen, ist es, die Erfahrung anderer, erfolgreicher Trader zu ihrem eigenen Erfolg machen zu können. Die Schwarmintelligenz kann dabei helfen, Kapital gewinnbringend anzulegen. Werden auf die richtigen Trader als Vorbilder gesetzt, ist ein Anleger in der Lage, im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten ein kleineres oder größeres Vermögen aufzubauen.

Für Trader besteht ein anderer großer Vorteil: je nach Social Trading Plattform gibt es Erfolgsprämien, die sie für ihre erfolgreich getätigten Anlagen erhalten können. Damit können sie neben der Rendite aus dem erfolgreichen Handel zusätzliches Geld verdienen.

Die Nachteile des Social Trading

Das Mirror Trading auf Social Trading Plattform kann einem viel Geld einbringen, wenn auf die richtigen Trader gesetzt wird. Der Nachteil dabei kann aber sein, dass dieser zwar in einigen Anlagen recht haben kann, aber dies immer nur kurzfristig abgebildet wird. Ob er tatsächlich auf Dauer bzw. langfristig Erfolge vorweisen kann, kann so nicht gesagt werden. Deswegen ist vollautomatisches Copy Trading beim Social Trading vor allem für Einsteiger nicht zu empfehlen.

Wie funktioniert das Kopieren eines Top-Traders?

Um Geld mit den Ideen und Erfolgen von Top-Tradern zu verdienen, werden die Anlagen und Anlageempfehlungen dieses Traders auf Social Trading Plattformen wie eToro, WikiFolio, Ayondo, ZuluTrade kopiert. Das heißt: die Strategien, Empfehlungen und Ideen des erfolgreichen Traders werden gespiegelt, und ins das eigene Depot übernommen. Von dort aus können sie vollautomatisch, halbautomatisch oder manuell gesteuert werden.

Bei vollautomatischem Mirror Trading wird die Anlagestrategie eins zu eins übernommen, und die entsprechenden Handelsarten und Handelsvarianten werden so lange durchgeführt, bis dies vom Anleger wieder gestoppt wird. Es ist deshalb zu empfehlen, dieses vollautomatische Copy Trading nur dann durchzuführen, wenn einem Trader wirklich vertraut wird, und er bereits zahlreiche Erfolge vorweisen kann, die möglichst nicht nur kurzfristiger Natur sind.

Wie verdient man Geld mit Social Trading?

Geld lässt sich beim Social Trading sowohl als Anleger wie auch als Trader verdienen. Die Anleger, die Mirror Trading und die Schwarmintelligenz für ihre Geldanlage nutzen, können die Anlagestrategie von erfolgreichen und erfahrenen Tradern übernehmen. Die Trader können, bei erfolgreichem Handel, je nach Plattform eine Erfolgsprämie einstreichen. Dadurch lohnt sich das Social Trading für beide Seiten, den Anleger und den Trader.

Die Informationen sind essentiell wichtig

Beim Social Trading sind mehrere Punkte wichtig, die unbedingt beachtet werden sollten, bevor ein Konto bei einem der führenden Social Trading Anbieter eröffnet wird.

Dies ist zum einen natürlich die Art und die Anzahl der Handelsmöglichkeiten. Wer beispielsweise CFDs handeln möchte, dem bringt ein Social Trading Anbieter nichts, der gar keinen Handel mit Differenzkontrakten anbietet.

Zum zweiten sind die Kosten, welche für das Konto anfallen. Gibt es Kontoführungsgebühren, oder ist das Echtgeldkonto bei dem jeweiligen Social Trading Anbieter kostenlos.

Worauf sollte man bei der Brokerwahl besonders achten?

  • Besteht die Möglichkeit, ein Demokonto zu eröffnen?
  • Gibt es für Neukunden einen Willkommensbonus?
    Gibt es eine Mindesteinzahlung erforderlich, und wenn ja, wie hoch muss diese mindestens sein?
  • Welche Einzahlungsmöglichkeiten gibt es, und wie wirken sich diese auf die Mindesteinzahlung und den maximal möglichen Einzahlungsbetrag aus?
  • Wie ist die Höhe der Spreads?
  • Gibt es einen Livechat?
  • Ist der Support dauerhaft und rund um die Uhr besetzt, oder nur zu bestimmten Zeiten?
  • Ist der Support auch in Deutsch, oder nur in anderen Sprachen?
  • Wie sieht es mit der Regulierung des jeweiligen Social Trading Anbieters aus. Gibt es eine BaFin-Regulierung oder „nur“ eine EU-Regulierung?
  • Wie sieht es mit der Einlagensicherung aus. Wird diese transparent behandelt, oder sind die Angaben bei dem jeweiligen Anbieter kaum bis gar nicht auffindbar?
  • Wie können die Erfolge der „erfolgreichen“ Trader nachvollzogen werden?
  • Ist nur der vollautomatische Handel möglich, oder können Anleger auch halbautomatisch und – manuell bestimmten Tradern folgen?

Je mehr Informationen gesammelt werden, desto mehr weiß ein Anleger auch über den jeweiligen Anbieter für Social Trading. Einfach nur blind darauf los anzulegen, und irgendwelchen als erfolgreich bezeichneten Tradern zu folgen, ist hingegen eher der falsche, und weniger empfehlenswerte Weg.